 Saisonauftakt gegen Empor Berlin misslungen
Alles war angerichtet für einen tollen Basketballabend. Die Ballhaus-Arena zu Aschersleben war gut gefüllt und alles wartete auf den Beginn zur neuen Saison in der 2. Regionalliga Nord Ost. Der ersten in welcher die Tigers unter dem Namen BG Aschersleben Tigers antreten würden. Somit stand die Premiere des neuen Flagschiffs der Spielgemeinschaft von Aschersleben und Quedlinburg kurz bevor. Zwei Gesichter fehlten jedoch an der Bank der Hausherren. Sowohl Trainer Nánor Kovács als auch Spieler Daniel Havlitschek durften nicht am Spiel teilnehmen, da beide nach dem letzten Saisonspiel mit einer Sperre über vier Spiele belegt wurden und damit erst am 24. Oktober wieder ins Spielgeschehen eingreifen dürfen. So übernahmen Kapitän Steffen Müller und der erfahrene Neuzugang Marco Klingberg das Kommando als Spielertrainer. Doch ihre Premiere war nicht mit Erfolg gekrönt. Zwar erwischten die Tigers den besseren Start und alle freuten sich auf einen scheinbar einfachen Sieg, doch nur wenig später wendete sich das Blatt. Der Underdog aus der Hauptstadt fand zusehends zu seinem Rhythmus und erlaubte den Tigers keine einfachen Würfe. So entwickelte sich eine wahre Defensivschlacht, an deren Ende die Gäste das bessere Ende für sich hatten. So entführte der SV Empor Berlin den Sieg aus dem Vorharz und landete damit die erste Überraschung gleich zu Saisonbeginn.
Dabei hatte das Spiel noch sehr verheißungsvoll begonnen. Zwar musste Kapitän Steffen Müller, der unter der Woche unter einer Lungenentzündung litt zunächst auf der Bank Platz nehmen doch von dort verfolgte er, wie sich sein Team schwungvoll ins Spiel brachte. Konzentriert agierten die Hausherren und erzielten so einige Ballgewinne aus denen heraus Neuzugang Marco Klingberg die ersten Punkte der neuen Saison erzielte. Der gut aufgelegte Quedlinburger Sebastian Lindenberg ließ sofort zwei weitere Treffer folgen und so führten die BG’ler schnell mit 8:3 (4. Minute). Zwar gelang es diesen Vorsprung die nächsten Minuten zu halten, doch blieben in der Offensive viele Chancen ungenutzt, die einen größeren Vorsprung verhinderten. So gelang es den Hauptstädtern ab Mitte des ersten Viertels etwas besser ins Spiel zu kommen und den Rückstand kontinuierlich zu verkürzen. Im Angriff der Tigers haperte es zusehends und mit der Schlusssirene erzielte der starke Bisaro auf Seiten den Berliner noch die 17:16-Führung. Noch machte sich niemand Sorgen. Besonders da die Gastgeber den besseren Start ins zweite Viertel erwischten und schnell wieder mit 22:19 (13.) in Front lagen. Was noch niemand ahnte war, dass es die letzte Führung der Tigers sein sollte. Von dort an spielte auf einmal nur noch Berlin. Zu ideenlos wirkten die Tigers vor dem Korb der Gäste, die clever auf ihre Chancen warteten und sich vorne einige Wurfchancen erarbeiteten. Bis zur Pause führten die Gäste bereits mit 32:24. Nach dem Seitenwechsel hofften die vielen Fans der BG auf die große Wende, doch diese blieb aus. Die ersten acht Zähler gingen erneut aufs Berliner Konto, die beim 45:31 (25.) ihren größten Vorsprung erzielen konnten. Die Partie entwickelte sich in der Folge sehr schleppend und beide Teams kamen nur selten zu Korberfolgen. Immerhin gelang es den Gastgebern bis zur letzten Viertelpause auf 36:46 zu verkürzen, womit immer noch alle Chancen gegeben waren die Partie doch noch zu drehen. Tatsächlich verkürzten Neuzugang Alexander Stolpe und Zaher Rafiq-Dost bis zur Viertelmitte auf 42:47, doch die hohe Fehlerquote verhinderte ein weiteres Aufholen. Beide Teams erzielten an diesem Tage eine sehr schwache Trefferquote, wobei die Gäste noch etwas besser abschnitten. Das Dreierverhältnis von 8:1 zu Gunsten des SV Empor belegt dies. Doch vor allem war es die Ideenlosigkeit der Tigers vor dem Korb der Gäste die es ihnen ermöglichten diesen etwas überraschenden Sieg einzufahren. Denn in den letzten zwei Minuten konnte keine der beiden Mannschaften noch einen Treffer erzielen und so blieb es bei einem aus Tigers-Sicht enttäuschenden 44:54, womit die erhöhten Ambitionen einen kleinen Dämpfer erhielten. Doch bereits in einer Woche gibt es Gelegenheit zur Wiedergutmachung wenn man beim Absteiger Central Hoops Berlin antritt. Die Berliner hatten ebenfalls einige Abgänge zu verzeichnen und konnten dennoch einen überraschenden Sieg bei FBB Berlin landen. Der Erfolg von Stahnsdorf II gegen den verstärkten Halleschen SC rundete den Spieltag der Überraschungssiege ab. Also stehen die Tigers wenigstens nicht allein als gestürzter Favorit da und dürfen diese Niederlage als kleinen Ausrutscher betrachten, den es nun schell zu korrigieren gilt. Am besten schon am nächsten Wochenende.
Tigers: Schwieder (4), Zaher Rafiq-Dost (4), Zmaray Rafiq-Dost, Warias, Lindenberg (9),
Müller (12), Stolpe (6), Kregelin (n.e,), Klingberg (7), Neumann (2), Hasak (n.e.) |